Montag, 8. Oktober 2007

Koch-Marathon

Aus irgendeiner meiner Schnapsideen heraus kochen wir z.Z. im Wochenturnus in meiner Rollenspielrunde. Der Plan sieht vor, dass es ein "richtiges" Essen mit mindestens drei Gängen wird. Am Wochenende war ich als erste dran. Ich bin immer noch völlig geplättet. Trotz mehrmaligem Probekochen und Rezepte-Tunen hat das Hauptgericht einfach meine Kapazitäten überstiegen. Alles war essbar und auch lecker, aber eben nicht soo toll, wie beim entspannten Probekochen. Da ich Vegetarier, absolute Fleischesser und superpingelige "Kinder-Geschmäcker" (--> also nur laff gewürzt und möglichst gar nicht exotisch oder ungewöhnlich, Fleisch bloß nicht am Stück, keine Art von Käse, weder Schwein noch Rind) unter einen Hut bringen musste, war das echte eine Herausforderung. Letztlich gab es:

Amuse Gueule
Blätterteighäppchen mit Wasabi/Sesamsaat, Mangochutney/Schwarzkümmel, Karamell/Meersalz

(Waren alle klasse, aber gerade die Salz-Karamell-Kombi war wirklich spitze. Die Wasabi-Sesam-Kombination war, weil der Blätterteig die Schärfe leicht mildert, auch sehr klasse).
Dazu gab es noch Kirsch-Ananas-Thymianwasser-Mischung als Aperitif, die war auch gut.

Vorspeise
Paprikaessenz
(War ok, beim Probekochen hat sie mir aber mit Spitzpaprika (die gab es leider beim eigentlichen Abend nicht) besser geschmeckt. In der Essenz schmeckt man eben leider, wenn zuviel Düngemittel etc. verwendet wurden)

Hauptspeise(n)
Hühnchen-Saté mit Erdnussdip, gebratene Garnelen, Samosas, Maharague (Bohnen in Kokosmilch mit Curry aus Kenia), Mahamri (frittierte Teigteilchen mit Kardamom und Kokosmilch im Teig auch aus Kenia). Dazu Tomatensalsa, selbst gemachter Curryketchup (für die Kindergeschmäcker ;-)), selbst gemachte scharfe Chilisauce, Joghurt mit Knoblauch und Koriander zum Entschärfen sowie Pilau (indisch gewürzter Basmati).

(Da alles natürlich nicht gleichzeitig fertig wurde (Ich hätte 10 Arme gebrauchen können), war manches auf dem Teller nur noch lauwarm, was mich echt geärgert hat. Außerdem hat die Marinade nicht am Saté gehalten, was das Fleisch wohl nicht ganz so geschmacksintensiv machte. Ich hab jedenfalls beschlossen nie wieder so viele Gerichte gleichzeitig zu machen! Beim nächsten mal mit unkomplizierten Essern mache ich einfach Fleisch aus dem Ofen und frittiere definitiv nicht, das spart enorm Stress und ich habe auch was von den Gästen.)

Dessert
Weiße Schokoladenmélange mit Kaffeesirup, Gewürzbirne an Mandelsorbet und Nuss-Nougat-Praliné.

(War alles super vorzubereiten und ganz lecker. Ich bin ja eh auf Desserts abonniert und hier ist wirklich alles gelungen. Besonders das Mandelsorbet mit der Gewürzbirne war toll. Die weiße Schokomélange war mir persönlich zu süß, aber ich hab sie auch speziell für einen "Süßschnabelgast" gemacht.)

Als Fazit werde ich mich nie mehr auf so heikle Gäste mit so unterschiedlichen Bedürfnissen einlassen. Um alle glücklich zu machen (vor allem, weil das so „Nicht-Probierer“ sind) muss man echt tausend verschiedene Sachen machen, die auch zueinander passen sollten und umsetzbar sein müssen. Das geht auch bei guter Küchenerfahrung einfach als Einzelperson nicht. Ich hätte ein Küchenteam und ein paar Herd- bzw. Warmhalteplatten mehr gebraucht, dann wäre alles sicher perfekt geworden. Die einzelnen Komponenten wie die Dips und Saucen, der Reis, die Vorspeisen und die Desserts waren klasse, aber beim Hauptgericht war es einfach „too much“ auf einmal. Jetzt koche ich vorerst erst mal nicht!

Donnerstag, 20. September 2007

Patchworkstoffe

Nachdem ich die hiesigen Stoffläden abgegrast habe, um ein paar schöne Patchworkstoffe zu finden, bin ich schlussendlich für meinen Quilt zu meinen selbst gefärbten Baumwollstoffen zurückgekommen. Die gefallen mir einfach besser und ungemustert passt auch besser zum Thema meiner Decke. Jetzt habe ich aber trotzdem ein paar Meter hübsch gemusterte Stoffe gekauft, die ich vielleicht mal für andere Patchworkprojekte benutzen kann. Wie ich feststellen konnte gibt es die Amerika so beliebten Amy Butler-Stoffe jetzt auch in Deutschland: Volksfaden führt einige davon. Mir persönlich gefallen die Muster nicht sooo sehr, ich könnte sie mir eher als Bestandteil eines Interieurs denn als Patchworkstoffe vorstellen, aber die Geschmäcker sind ja verschieden. ;-)

Dienstag, 18. September 2007

Und sonst so...

Ich tingele im Moment zwischen Sprechstunden, Familien- und Freundestreffen und meinem Nähtisch hin und her. letztes Wochenenden habe ich das Arbeitszimmer umgebaut, so dass ich jetzt ca. 3m Arbeitsfläche (Hallo Tapeziertisch!) zur Verfügung habe. Das ist so toll! Der Tisch steht direkt am Fenster, so dass ich auch richtig gutes Licht habe. Mit meinem Mittelteil für die 13-Monde-Decke habe ich auch angefangen. Das war ein echter Kampf! Man muss ja so genau und korrekt arbeiten, da ist Klamotten nähen nix gegen. Ich hab mir dieses Muster für das Mittelteil ausgesucht. De facto wird es aber nur aus vier Einzelteilen bestehen, so dass sich dieser vierzackige Stern ergibt. Herr S. findet, das sähe aus wie ein Kirchenfenster. ;-) Obwohl mein erster Flicken echt hübsch geworden ist, passen die einzelnen Motive nach dem Zusammennähen der Einzelstücke doch nicht 100% aufeinander, so dass es minimale Abweichungen von ca. 1-2mm gibt. Ich hoffe, das zerstört hinterher nicht das Gesamtbild…
Und am Wochenende gehen wir zu einem Konzert von Rafael Cortes. War eine Idee von Herrn S., ich bin schon sehr gespannt!

Sonntag, 9. September 2007

Sonntagslangeweile

Heute haben wir anstehenden Familienbesuche abgewickelt und jetzt kocht Herr S. gerade. Er hat so eine Eichhörnchen-Vorräten-anlegen-Mentalität entwickelt und kocht daher schon für die Woche vor. Chili kann man ja immer gut aufwärmen. Vielleicht liegt es am herbstlichen Wetter?

Ich habe ganz typische Sonntagslangeweile. Aufgeräumt und geputzt haben wir gestern schon, etwas für die Schule oder die Uni zu machen will ich nicht, die Nähmaschine raus zu holen lohnt sich jetzt nicht mehr und das Häkelgarn ist aufgebraucht. Ich muss mir irgendeine simple Bschäftigung suchen, die am Besten noch etwas Kreatives hervor bringt und wenig Aufwand bedeutet. So für die stillen Stunden zwischendurch.

Mittwoch, 5. September 2007

Schöne neue Welt!

Die Klausur ist rum und schon kratzen schon die nächsten Verpflichtungen an der Tür. Für gewöhnlich nutze den ersten lernfreien Tag nach großen Klausuren zum Ausschlafen. Heute ging das aber nicht.
Aus ganz wunderbaren Gründen:

1. Vor unserem Schlafzimmerfenster ist die komplette Wiese aufgerissen worden. Seit April versucht man hier peu-à-peu die Heizungen auf Fernwärme umzustellen. Das bedeutet faktisch, dass ca. einen Tag Monat gearbeitet wird, sonst ruht das Riesenmonsterloch samt drei Baggern etc. vor unserem Balkon. Dieser monatliche Arbeitstag war natürlich heute, aber das ist eigentlich nicht so schlimm, da ich aus anderen Gründen eh nicht ausschlafen hätte können (siehe Punkt 2).
Aber:
Seit Beginn der Bauarbeiten funktioniert die Heizung nicht mehr! Bisher war das ja auszuhalten, aber da es nachts z.Z. ca. 10°C sind, sich das Schlafzimmer tagsüber aufgrund der Lage auch nicht durch die Sonne aufwärmen kann und vor allem, weil das Haus von 1916 ist (und damit zwar wunderschön, aber eben auch nicht sonderlich spitzenmäßig isoliert ist), friere ich mir nachts sprichwörtlich den Hintern ab! In Zusammenhang mit einer typischen Stresserkältung, die nicht verschwinden will, ist das ganz, ganz wunderbar! Vor allem, weil im Schreiben des Vermieters bezüglich der Bauarbeiten ausdrücklich steht, die Arbeiten würden vor Beginn der Heizperiode abgeschlossen sein! Die beginnt offiziell am 1.September. Jetzt haben wir schon unseren Kundenbetreuer angerufen, der aber natürlich auch keinen Rat wusste. Ich denke nun wirklich daran, den zuständigen Bauleiter anzurufen und nachzufragen, wie lange das bitteschön noch dauern soll! Klingt nach Oberzicke, aber faktisch ist es hier schweinekalt!

2. Der zweite Grund ist auch toll. Ich musste heute wegen meiner noch kommenden mündlichen Prüfungen in eine Sprechstunde an der Uni. Dort habe ich dann geschlagene 3 Stunden darauf gewartet, obwohl es per Aushang hieß, Examenskandidaten hätten Vorrang und ich auf Platz 13 auf der enstprechenden Liste stand. Tatsächlich aber kamen alle Erstis, die ihre Klausuren abholen wollten, natürlich vor uns Examensleuten dran. Da war ich schon ziemlich sauer.
Aber, es kommt ja immer noch schöner! Die Seminarplatzvergabe in meinem wunderschöneen Fachbereich läuft nun via Internet. Wie üblich wird nicht mehr angeboten, als sonst auch, ergo ist jetzt schon alles belegt und ausgebucht. Ich kann also mein Studium nicht abschließen, weil ich meine letzten zwei Scheine nicht machen kann, da ich keinen Seminarplatz bekomme. Die Anmeldungen laufen seit Anfang August, ich hatte bisher aber keine Zeit gefunden mich drum zu kümmern, weil ich in den Prüfungen steckte. Aber offziell läuft die Frist bis zum 15.10., also sollte man annehmen können, dass jetzt noch Plätze frei sind. Laut Komilitoninnen war aber alles schon zwei Tage nach Firstbeginn voll. Damit man sich seitens des Fachbereichs nun aber nicht vorwerfen lassen muss, dass man zu wenig anbieten würde und alles schon am Anfang der Anmeldungen ausgebucht ist, hat man sich was ganz tolles einfallen lassen!
Ab Anfang Oktober werden klammheimlich in jedem Seminar noch mal selbe Anzahl an Plätzen vergeben. Das bedeutet folglich mein angestrebtes Semnar hat insgesamt 60 Plätze, bietet die aber häppchenweise à 30 Plätzen an. Niemand weiß aber davon, ich hab es auch nur duch Zufall "sub rosa" von einer Dozentin erfahren. Letztlich heißt das, dass diejenigen, die z.Z. keinen Platz bekommen haben, nichts von der erneuten Platzvergabe mitkriegen werden, es sei denn, sie bekommen die Eingebung noch mal im Netz nachzusehen, ob sich etwas geändert hat (eher unwahrscheinlich). Insgesamt gibt es auch nicht mehr Plätze als sonst, nur verteilt man die Zahlen nun anders., So kann zu Semesterbeginn der Fachbereich stolz verkünden, dass ja ein Überangebot herrsche, schließlich seien ja noch Plätze frei (von denen kein Student je etwas wusste). Für uns bedeutet das wie sonst auch zu katzbuckeln und "Bitte, bitte" bei den Dozenten zu machen, damit man vielleicht als Examenskandidat kurz vorm Abschlusskolloquium per Gnadengesuch noch ins Seminar darf. Von den Lernbedingungen in einem Seminar mit ca. 60 Leuten, soll hier gar nicht die Rede sein. Dafür zahlt man dann jedes Semester 660€!

Montag, 3. September 2007

Ruhe

Morgen steht vorerst die letzte Klausur an und ich bin soo froh, wenn 13.00h vorbei ist.

Aber, eigentlich wollte ich ein paar hübsche Netzfundstücke zeigen. Ich mag Inneneinrichtiung und stelle inwzischen fest, dass meine Vorliebe sich ganz stark weg vom Ethnokitsch, bunten Schnickschnack und Schingeling hin zu ruhigen, entspannenden Räumen, die fast schon puristisch anmuten entwickelt. Gerade die Kombination von Weiß oder Creme mit warmen, dunklen Holztönen finde ich total schön. Besonders toll finde ich diese Wohnung:

Mettes Apartment


und diese Zusammenstellung von Fotos aus Wohnzeitschriften:

Decor8 Herbstinspirationen.

Freitag, 31. August 2007

Schlafstöckchen von Amanleian

1. Lieblings-Schlafklamotte?
Ich friere nachts immer schrecklich, daher kleide ich mich meist nach dem Zwiebelprinzip. Zur Zeit eine lange weiche Hose und zwei Shirts übereinander, das untere langärmelig und über die Nieren gehend, das darüber mit halbem Arm. Eigentlich mag ich aber hübsche Nachthemdchen sehr, aber ich friere darin einfach zu sehr, wenn es nicht gerade Hochsommer ist.

2. Lieblings-Bettwäsche?

Baumwolle oder Seide. Bloß kein Polysatin (Plastiktüteneffekt) oder Biber. Ganz gerne mag ich auch diese typisch alte Baumwolldamastbettwäsche, die ist so schön seidig. Bettwäsche habe ich am Liebsten in ruhigen, gedämpften Farben. Reinweiss finde ich viel zu steril und Knallfarben machen mich hibbelig. Früher hatte ich gerne Blau, heute habe ich wegen Schlafzimmerumgestaltung gerne Dunkelrot, gedämpftes Violett, Braun oder Naturtöne.

3. Lieblings-Position?

Ich bin passionierte Bauchschläferin, sonst gerne auch auf der linken Seite.

4. Hast du ein Einschlafritual?

Ja, dezente Vanilleduftkerzen anzünden, Wasser, Taschentücher und Lippenzeug bereitlegen, oft noch in paar Sätze lesen oder im Halbdunkeln bei Kerzenschein auf Herrn S. warten.

5. Hast du ein Kuscheltier, Knuddelkissen etc.?
Herr S. hat sowas. Es wurde aber von mir aus dem Bett auf den Schrank verbannt. Mir ist das sonst zu voll im Bett. Ich hab allerdings oft eine Wärmeflasche unter der Decke.

6. Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?
Mich hin- und herwälzen. Ins Arbeitszimmer gehen und schauen, ob ich allein besser schlafen kann (was zumeist heldenhaft von unseren Katzen verhindert wird, die kratzen nämlich an der Tür).


7. Wie groß ist dein Bett
160x200 Und selbstgebaut von meinem Vater und mir

8. Wie viele Kissen hast du?

Beim Schlafen eins. Herr S. hat zwei, davon klaue ich zum Lesen meist eins. ;-)

9. Linke oder rechte Seite?
Links

10. Wie lässt du dich wecken?
Von der Indianer Jones Titelmelodie. :-) Meist klingelt die dann im 20 Minuten-Rhythmus, bis ich mich endlich zum Aufstehen bewegen kann.

11. Stehst du direkt auf oder bleibst du liegen?
Wenn ich Zeit habe, bleibe ich liegen und warte bis Herr S. wach wird.

12. Dein erster Gedanke am Morgen?
Ganz ehrlich? "Scheiße!" und "Wie sieht das Wetter aus?"

13. Was machst du, um wach zu werden?
Aufstehen, etwas "mit Geschmack" trinken, mich warm machen, 30 Minuten laufen, duschen.

Mittwoch, 29. August 2007

Kaputt

Ich bin sooo kaputt.
Das Nähen am Wochenende war schön, aber das ständige Lernen stresst mich total. Ich hatte Dienstag, als ich auch noch nach Gelsenkirchen zum Förderunterricht musste, richtig Herzrasen etc.. Kein Wunder, seitdem ich an diesem blödem Thema, zu dem es nahezu keine Literatur gibt, festhänge, schlafe ich kaum noch und wenn dann schlecht. Für die Klausur mache ich mir nciht so große Hoffnungen. Ich könnte mich in den Hintern beißen, dass ich so ein blödes Thema bekommen habe.

Prelude

Dear international readers, English is not my native language. Please be kind and don't pay to much attention to my mistakes. :)

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