Mittwoch, 13. Februar 2008

Milchsuppe

Heute Morgen um halb sechs lag in der ganzen Stadt dicker Nebel zwischen den Häusern. Es sah aus wie in einer Waschküche. Inzwischen strahlt aber die Sonne und scheint direkt auf unser Bett. Gerade habe ich die Katzen von dort vertrieben und mich selbst dort etwas hingelegt. Das tat so gut! Da merkt man mal wie sehr das Licht in der Winterzeit gefehlt hat!
Am 2. Februar hat meine Arbeit in der Schule begonnen:
13 Stunden Unterricht in der Woche, davon 7 in einer Trainingsklasse mit lauter Schülern, die aus den Regelklassen raus geflogen sind.
Aber es macht Spaß!
Meine regulären Klassen (eine 9 und eine 5) sind wirklich ok und arbeiten gut mit. Die Trainingsklasse ist ziemlich problematisch, aber auch herausfordernd. Ich kann nicht sagen, dass ich betreffenden Schüler mag, aber ich mag die Arbeit mit ihnen. Wirklich schwierig ist aber die Vorbereitung. Die Bücher, die die Klassen haben, taugen wenig für den Unterricht und so muss ich mir fast alles selbst überlegen und eben auch Material erstellen. So sitze ich jeden Tag nach dem Unterricht arbeitend am Schreitisch, meist bis ein zwei Uhr nachts. Meine Schlafzeit hat sich im Moment auf ca. 3 Stunden an 4 Tagen und ca. 5-6 an den übrigen Tagen, an denen ich frei habe, verkürzt. Meine freien Tage müsste ich eigentlich fürs Examen nutzen. Heute kam der Brief, dass die Zeit für die Examensarbeit nun läuft und Examensklausuren stehen auch noch im März ins Haus. Aber ich schaffe das im Moment noch nicht. Vielmehr versuche ich dann den Alltag hier zu regeln, rudimentär Kontakte zur Außenwelt zu pflegen und renne an der Uni den letzten Unterschriften hinterher.
Aber erstaunlicherweise macht mein Körper das alles problemlos mit, auch den notorischen Schlafmangel. Wenn ich in der Schule bin, gähne ich nicht mal, was mir üblicherweise an der Uni auch nach 10 Stunden Schlaf permanent passiert ist.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Alte Schätzchen

Krank sein bietet auf ganz wunderbare Weise die Legitimation, Dinge zu tun, die man sonst zur Seite scheibt, weil anderes wichtiger sein muss. Heute war so ein Tag, den ich dazu genutzt habe, lauter Sachen zu machen, die ich mir sonst nicht erlaube, weil ich meine Zeit sinnvoller nutzen müsste.
Aus Spass habe ich mal meine liebsten Vintage-Klamotten fotographiert.


Das ist meine neueste Errungenschaft. Ein quasi unbenutzer Schurwollmatel (100%) aus den 70ern. Der Fiffi am Kragen scheint sogar echt zu sein, was mich jetzt nicht unbedingt glücklich stimmt, aber zu verschmerzen ist. Die Farbe ist ein ganz tolles Graublau, das mir fantastisch (ehrlich!) steht. Der Schnitt ist auch ein Traum: Ganz tailliert und eng oben rum und hüftabwärts dann herrlich weit schwingend. Und warm ist er außerdem. Der Preis war so lächerlich niedirg, dasas ich ihn hier besser verschweige.


Diese violette Hippiekleid habe ich mal für ein paar Kröten bei Ebay erstanden. Wenn man das Innenleben berücksichtigt, ist es wohl mal selbstgenäht worden. Der Schnitt ist total toll, oben an der Brust gerafft, in der Taille dann eng und ab der Hüfte dann sehr, sehr weit und fließend. Eigentlich steht sowas wohl eher größeren Frauen, aber ich trag das Kleid trotzdem gerne. Ehemals war der Stoff blass lachsfarben, aber eine Färbung in der Maschine hat das ganze etwas tragbarer gemacht. (Wer trägt bitte blasse Lachstöne?)

Die Bluse ist das letzte Überbleibsel der Hippie-Garderobe meiner Mutter. Sie hat sie damals für eine Menge Geld gekauft und es ist sogar ein ungarisches Original (im Gegensatz zu den C&A-Imitationen, die man auch noch heute oft gebraucht findet). Irgendeine arme Seele muss das gute Stück in mühevoller Arbeit handbestickt haben. Die gesamte Bluse ist eindeutig handgenäht und aus ganz leichtem, dünnen Stoff. Leider ist sie mir viel zu groß. Aber ich schleppe sie trotzdem seit Jahren von Wohnung zu Wohnung.


Das ist eins meiner Liebslingskleider. Es hat einen ganz tollen Schnitt, der mich glatt 10cm größer macht. Wegen der Farbkombination und dem bunten Muster nenne ich es mein "Frida-Kahlo"-Kleid. Es ist ein absoluter Hingucker, aber leider nur was für warme Tage, da das gerüschte Oberteil keine Konkurrenz von Jacken oder ähnlichem toleriert. Ich mag vor allem den Fishtailrock, der fällt einfach toll. Im Etikett steht "Vera Mont", ich glaube das war mal eine Abendkleidherstellerin. Gekostet hat es nicht mal 10€.

Dienstag, 22. Januar 2008

...

Ich hatte doch fast gedacht diesen Winter ohne Erkältung davon zu kommen, aber jetzt hat es mich doch erwischt. Das miese Nieselwetter der letzten Tage und der stetig vergessene Regenschirm fordern sozusagen ihren Tribut. Also sitze ich mit lecker gewürztem Pilau, Tee und Halsschmerztabletten dick eingemummelt vor dem Rechner. Ich fühle mich so matschig, ich überlege sogar, ob ich fernsehgucken soll. Lesen ist nämlich zu anstrengend.
Leider habe ich eigentlich gar keine Zeit krank zu sein. Da gibt es noch eine Hausarbeit, die ich für meinen letzten Schein fertig stellen muss, mit der Staatsarbeit muss ich anfangen und ab März sind schon wieder Examensklausuren. Außerdem habe ich ab Februar wahrscheinlich einen Job an einer Schule, wo ich "Geld-statt-Stellen"-mäßig Unterricht geben kann.
Also liebe viralen oder bakteriellen Mitbewohner: Umzug ist angesagt!

Donnerstag, 17. Januar 2008

Lecker Linsen!

Gestern habe ich ein kulinarische Entdeckung gemacht: Beluga-Linsen. Normalerweise esse ich Linsen sowieso sehr gerne, vor allem als Salat. Von den schwarzen, kleinen Beluga-Linsen hatte ich bisher immer nur gehört. Sie gelten ja so ein bisschen als "Gourmet-Linsen", daher hätte ich nie gedacht sie in einem gwöhnlichen Ladsen zu einem annehmbaren Preis zu finden. Aber Alnatura hat sie regulär im Angebot. Und die sind so köstlich. Mit Thymian und Meersalz gekocht und dann mit Rucola, roter Paprika und einem milden Dressing als Salat- genial! Sie schmecken würzig und leichtnussig, nicht so fade wie man es Linsen ja häufig nachsagt. Beim Kochen bleiben sie recht fest und weil sie so klein und wirklich kohlrabenschwarz sind, sind sie auch eine echte Augenfreude.

Freitag, 4. Januar 2008

Neues aus der Kuchenbude: Bettgeschichten - Teil II

Noch mal herzlichen Dank für die große Resonanz und die die vielen guten Ideen. Inzwischen haben wir so einiges ausprobiert und (hoffentlich) eine Lösung gefunden. Auf Dauer wird es wohl ein neues Bett werden, aber zunächst mal geht es so ganz gut. Das Problem lag ja vor allem darin, dass die Seitenteile sich bei Bewegung (umdrehen im Schlaf genügte schon) nach außen ausbeulten, so dass die sowieso schon schmale Auflagefläche für die Lattenroste quasi unter den Lattenroste wegrutschte und man zwangsläufig durchkrachte. Insgesamt waren da bei etwas Bewegung locker ca. 1-2 cm Spielraum, der völlig ausreichte, um die Lattenroste durchrutschen zu lassen. Die Idee von Herrn S., das ganze mit einer zusätzlichen stabilen Latte, die quer (parallel zu Kopf- und Fußteil) mittig im Bett an den Seitenteilen festgeschraubt, beide Seitenteile miteinander verbindet und so genau auf 1,60m stabilisiert, schien ja zunächst nicht umsetzbar, weil es an stabilen passenden Latten mangelte. Schließlich musste die Latte ja genau zwischen die Lattenroste passen und durfte auch nicht höher sein, sonst hätte es hinterher eine Beule in der Matraze gegeben. Zwischendurch kam dann mein Vater mit der Idee an, ein neues Bett für uns zu bauen. Sehr nett, aber leider allein an Materialkosten sehr teuer und vor allem wohl wieder eine Art Bettrahmen, der lückenlos auf dem Boden steht. Folglich also kein Stauraum und somit insgesamt wenig sinnvoll. Wir haben dann erst mal alle Gebrauchtmöbelläden der Stadt abgeklappert auf der Suche nach einem stabilen und bezahlbaren Bett. Dabei habe ich eine Menge hübscher Sachen gefunden und mitgenommen (die bekommen noch einen eigenen Beitrag), aber ein passendes Bett war nicht dabei.
Also ist Herr S. noch mal zum Baumarkt gefahren, um dann doch eine passende Latte zu finden und unter Einsatz einer Menge Muskelkraft, Blut und Blasen einzubauen (es hat sich definitiv als unklug erwiesen, Schrauben mit 5mm Durchmesser für ein Loch in einem Metallträger zu wählen, das auch exakt 5mm im Durchmesser misst). Jetzt hält die ganze Sache ziemlich fest und nix kann mehr verrutschen (auch nicht, wenn wir hin und her rutschen ;-)). Ich bin ziemlich glücklich und froh so eine Menge Geld für ein neues Bett gespart zu haben. Falls mir dann mal gebraucht ein wirklich schönes Exemplar über den Weg läuft, kann ich es immer noch austauschen. Vielleicht fotografiere ich unsere Variante noch für die Ikeahacker, dann haben auch andere mit dem selben Problem etwas davon.

Dienstag, 25. Dezember 2007

Neues aus der Kuchenbude: Bettgeschichten

Ich habe schon in einer Reihe von Betten geschlafen, am Besten wohl in einem altem 1,30m x 2,00m Bauernbett aus meinen Jugendtagen. Leider war es auf Dauer für Herrn S. und mich zu klein, also sind wir ein ein selbstgebautes Futonbett meines Vaters umgezogen. Das konnte zwar optisch nicht mit dem alten Bauernbett mithalten, war aber 30cm breiter und schön stabil. Es bestand quasi aus einem viereckigen, massiven Kiefernholzrahmen und einem stabilen Mittelbalken für die Lattenroste. Füße hatte es nicht und stand so bombenfest direkt auf dem Boden. Als wir in die Kuchenbude einzogen, hatten wir beschlossen das Bett auf Füße zu stellen, um unter dem Bett zusätzlichen Stauraum zu gewinnen. Füße gibt es günstig bei Ikea, also haben wir das schnell in die Tat umgesetzt.
Das sind besagte Füße.
Als das Bett dann auf Füßen stand, begann das Theater. Es knarzte ununterbrochen, in einer Lautstärke, die mich bei jeder Bewegung aus dem Schlaf riss. Außerdem schaukelte es wie eine Schiffschaukel,wenn man sich hineinlegte oder umdrehte. Eine echte Katastrophe. Wir haben das ungefähr drei Nächte mitgemacht, dann ging es einfach nicht mehr. Dank dem Umzug war unser Budget sowieso völlig ausgereizt, aber ohne neues Bett ging es auch nicht.
Also haben wir bei Ikea ein neues Bett gekauft. Aneboda:
Es ist nicht unbedingt die designtechnische Erleuchtung und hat höllisch scharfe Kanten, die sich aber ganz gut mit Tidlösa kaschieren lassen, aber es war günstig. Nach ein paar Nächten haben wir dann die ersten Mängel festgestellt. Die Auflkagebalken für die Lattenroste sind extrem schmal, so dass bei intensiverer Bewegung die Lattenroste runter rutschen und man quasi durchkracht. Das Stützkreuz, das verhindern soll, dass das Bett sich quer ausbeult, ist aus ganz dünnem Metall und klappert schrecklich. Da hat aber göttinseidank Panzertape bereits Abhilfe Geschafft. Der Mittelbalken sitzt nicht wirkich fest und klappert ebensfalls, dass kann man aber unterbinden, indem man etwas Volumenvlies in die Fuge stopft. Gegen das Durchrutschen der Lattenroste will Herr S. nach den Feiertagen einen Questreben einbauen, der zusätzliche Stabilität bringt. Ich bin mal gespannt...

Eigentlich bin ich wirklich ein Freund von Ikeamöbeln, aber dieses Bett war nicht gerade ein Glücksgriff. Ich hoffe wir bekommen da irgendeine Konstruktion zusammengefrickelt, die dann tatsächlich mal hält. *seufz* Ansonsten: Wo habt ihr denn eure Betten her? Mir fällt zu Ikea keine wirkliche Alternative ein.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Angekommener

Inzwischen haben wir uns halbwegs eingelebt. Zur allgemeinen Unterhaltung gibt es nun ein paar Bilder. Wer mehr mag, bei Flickr sind noch ein paar. Ich finde es sind sehr schnuckelig-gemütliche 70 m² geworden. Mir gefällt es wirkich sehr gut. Im Vergleich zur alten Wohnung merkt man natürlich, dass Platz fehlt, aber dank großzügigem Ausmisten und einem Bett auf Füßen (was so alles unter ein Bett passt!) kommen wir ganz gut klar.









Montag, 10. Dezember 2007

Stimme aus dem Chaos

So als Notiz zwischen Kisten, Nägeln, Schrauben und Bohrmaschinen: Ich bin umgezogen! :-) Die W0hnung ist ein Traum. Später mehr.

Prelude

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