Montag, 22. September 2008

Zurück von der Insel

Die Klassenfahrt war anstrengend, aber schön.
Sechzig Fünftklässler sind ziemlich nervenaufreibend.
Aber wir hatten tolles Wetter (am letzten Tag hat es für die Kinder sogar zum Baden und für mich zum Braunwerden gereicht).

Aber ich bin auch froh wieder zuhause zu sein.
Die letzten Wochen, in denen ich soviel unterwegs war und auch oft außerhäusig nächtigen musste, haben mir gezeigt, wie wichtig Ruhe für mich ist.
Am ätzendsten auf der Klassenfahrt war wirklich keine ruhige Minute für einen Gedanken zu haben.
Früher dachte ich immer, dass ich Trubel und Leben um mich herum bräuchte, aber in den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass Ruhe und Frieden echt existentiell bedeutsam für mich sind.

Deswegen lasse ich es die letzte Woche vor den Herbstferien ruhig angehen und stresse mich nicht.
Ich bin wahnsinnig froh, wieder bei Herrn S. zu sein.

Wir sind bald sieben Jahre zusammen und waren noch nie auch nur einen Nacht getrennt, da war die Klassenfahrt schon echtes Neuland.


Juist selbst ist ürbigens totes Land.
Außer Senioren und einem hübschen Strand gibt es da nix.
Aber für die Kinder war es sehr, sehr schön da.
Ich alleine muss da aber nicht noch mal hin.

Samstag, 6. September 2008

*Gähn*

Die letzte Woche habe ich mit Gruppenhospitationen an drei verschiedenen Schulen verbracht. War interessant, aber auch langatmig. Aber so kommt man sich wenigstens innerhalb des Seminars mal näher.

Ab Montag geht es dann bis Freitag zur Pädagogischen Woche und Sonntag dann zur Klassenfahrt an die Nordsee.
Einen Kulturbeutel habe ich auch bekommen (Blau mit Punkten und praktischem Aufhänger) und jetzt bin ich gerade dabei einen Schlafsack für die Übernachtungen zu organisieren.
Auf fadenscheinige Jugendherbergsbettwäsche habe ich nämlich keine Lust.

Ich freue mich vor allem auf die Klassenfahrt, bin aber auch froh, wenn danach bald Herbstferien sind. So ein bisschen Privatleben ist ja auch schön.


Im Moment merke ich wirklich, dass es Herbst wird. Ich überlege schon die Heizung anzumachen... Auf jeden Fall kommt gleich eine Wärmflasche ins Bett.

Montag, 1. September 2008

Die besten Dinge 13: Ohropax!

Wieder so eine klitzekleine Sache, die so viel ausmacht.

Eigentlich habe ich einen ziemlich gesunden Schlaf, aber manchmal plagen mich Einschlafprobleme, denn in der Phase des Wegdriftens bis ich extrem hellhörig.
Jedes Geräusch meines Bettgefährten lässt mich dann sozusagen senkrecht in die Höhe schnellen.

In unserer alten Wohnung mit regelmäßiger, nächtlicher Goa-Beschallung bin ich dann auf die Idee gekommen Ohropax zu verwenden, um schlafen zu können.
Seitdem rettet das mir so manche Nacht.

Auch, wenn das Gefühl im Ohr zunächst ungewohnt ist, schlafe ich damit deutlich besser, ruhiger, entspannter und tiefer.

Und weil ich so kleine Ohren haben, komme ich sogar mit einem Teil für beide Ohren hin.:- )

Sonntag, 31. August 2008

Letzter Sommertag

Wenn man dem Wetterbericht trauen darf, war heute der vermutlich letzte Sommertag für dieses Jahr. Nachdem wir hingebungsvoll das Auto geputzt haben, haben wir dann den Rest des Tages genutzt um noch mal zur Halde zu fahren.

Insofern hat der Schulalltag und die Tatsache, dass ich wochentags immer um fünf aus den Federn muss, auch etwas Gutes: Wir wachen auch am Wochenende deutlich früher auf und haben so mehr vom Tag. Blöd ist nur, dass ich im Gegenzug ab zehn Uhr abends todmüde werde.

Jedenfalls waren wir dann gegen Nachmittag auf der Halde. Trotz bestem sonntäglichem Wetter war dort so gut wie niemand. Andere städtische Naherholungsgebiete sind ja gerade sonntags immer völlig überlaufen, aber auf der Halde waren wir bis auf ein, zwei Leute mit Hunden alleine.
Man sieht der Natur jetzt ganz deutlich an, dass es Herbst wird. Viele Pflanzen sind verblüht und verdorrt, nur der Sanddorn steht in vollem Saft.



Ich habe direkt vom Strauch ein paar Beeren gegessen, ich mag dieses herbe-bittere, gerbstoffartiges Aroma.
Unterwegs beim Aufstieg kamen dann noch zuckersüße, weil überreife Brombeeren hinzu.

Diesmal haben wir einen anderen Weg nach oben gewählt und sind an einem kleinen Teich mit Seerosen und Libellen vorbeigekommen. Auch wenn das alles künstlich irgendwann mal angelegt wurde, ist das doch so schön!



Der Weg zur Mondlandschaft:



Während im Dickicht unterhalb der Mondlandschaft fast schon tropische Temperaturen herrschten, war es oben auf der Halde windig und angenehm kühl.
Um die Bramme herum haben sich Vogelschwärme von den Windböen treiben lassen und auch ein Flieger war zu sehen.





Die Bramme von der Seite:




Bei näherer Betrachtung der kargen Mondlandschaft haben wird doch einige "Überlebenskünstler" entdeckt.









Auf dem folgenden Bild versteckt sich ein Mondlandschaftsbewohner, der sich perfekt an seine Umgebung angepasst hat.

Mittwoch, 27. August 2008

Halbzeit und schon neue Bedürfnisse

Die Hälfte der Woche ist rum und ich bin echt ein bisschen platt.
Die Schule ist toll, ich bin richtig zufrieden.
Vermutlich fahre ich noch im September mit auf eine Klassenfahrt: Eine Woche Nordseeinsel mit lauter Fünftklässlern.

Was mir aufgefallen ist:
Kaum bin ich da, ergibt sich eine ganze Liste an Kram, den ich mir sinnvollerweise zulegen muss.
Halsbonbons, Hängeregistraturen, Stifte, Kram für die Klassenfahrt und natürlich auch noch allgemeines Zeug für den Herbst.

Was mich zu meinem eigentlich Punkt bringt:

Ich brauche dringend einen "Kulturbeutel" für die Klassenfahrt und neue haltbare und warme Puschen (aka Hausschuhe).
Das Angebot im Netz ist natürlich völlig überfordernd, deswegen wäre ich für Empfehlungen ganz dankbar.

Montag, 25. August 2008

Nächtliches Balkonien

Heute habe ich, nachdem ich eigentlich fast den ganzen Tag im Seminar verbracht habe, es doch noch endlich geschafft Pflanzen für den Balkon zu kaufen.
Die konkrete Idee kam mir als ich im Supermarkt ein paar Herbstpflänzchen sah und eine davon natürlich mitnehmen musste (irgendwas sehr schön blau Blühendes, das bei kühleren Temperaturen seine Blätter rot färben soll).
Auf dem Rückweg war ich dann noch im Pflanzenladen und habe Astern, einen Rittersporn und noch ein paar Sachen, die ich nicht zuordnen kann, sowie einen Blumenkasten geholt. Natürlich alles in Blau-Lila-Tönen, ich mag diese Farben einfach so.

Auf der Suche nach meinen restlichen Blumentöpfen habe ich dann stundenlang den Keller durchforstet und aufgeräumt, so dass ich erst als es fast dunkel war anfangen konnte umzutopfen und einzupflanzen. Ist aber, soweit ich das noch sehen konnte, hübsch geworden.

Aber immerhin hat der Keller jetzt etwas mehr Struktur. In der nächsten Woche kommt dann auch der Sperrmüll und nimmt einen Teil überschüssiges Zeug mit.
Dann will ich mit ein paar Regalen da richtig Ordnung reinbringen und vielleicht sogar eine kleine Vorratsecke anlegen (für den nächsten Atomkrieg oder so... ;-)).

Blöderweise habe ich jetzt höllische Kreuzschmerzen. Die Kellerdecke ist nur ca.1,60m hoch, so dass selbst ich da krumm und schief rumackern muss.
Deswegen gehe ich jetzt in eine schöne warme Wanne mit Limetten-Kokos-Badezeug.
Die ganze Wohnung duftet schon.:)

Und morgen geht's dann zum ersten Mal an meine Ausbildungsschule.

Kurz vorm Start

Morgen früh geht es los mit dem R. und ich habe den typischen Präkoller, den ich immer kriege, wenn solche Dinge anstehen.
Zudem spinnen die Katzen seit drei Tagen völlig rum. Nur Rumgerenne, Zerstörerei und Klopperei.
Futter hätten die Pygmäen gerne jetzt schon drei Stunden früher und wenn darauf nicht reagiert wird, gibt es eben den Rest der Zeit Schrei-und Zerstörungskonzert.

Manchmal, da könnte ich echt...

Ich bin mal gespannt wie das morgen wird. Sieht bisher alle sehr chaotisch und unorganisiert aus. Aber wenigstens fällt die geplante Stadtrundfahrt aus.Wäre wetterbedingt sicher ungemütlich geworden.

Freitag, 22. August 2008

Die besten Dinge 13: Ungewohnter Luxus

Heute nutze ich zum ersten Mal die Tatsache, dass ich mit meinem vor einem halben Jahr erworbenem Notebook auch von der Couch aus ins Netz kann. Nachdem ich immer nur normale, feststehende Rechner hatte, ist das für mich ein richtig dekadenter Luxus.

Dass ich das im letzten halben Jahr nie hinbekommen habe, lag wohl echt auch ein bisschen am Stress. Mich zu einfach irgendwo hinzufläzen und den ganzen Abend zum Abhängen zu reservieren ging irgendwie nicht.
Jetzt, wo ich den beginnenden Herbst immer deutlich spüre, finde ich so gemütliches Rumgammel richtig schön!

Ich hoffe, ich kann mir in Zukunft auch noch weiter dann und wann Zeit daür abzweigen. :-)

Mittwoch, 20. August 2008

Die besten Dinge 12: Denken hilft nicht immer

Seit Wochen zermartere ich mir den Kopf über unser Schlafzimmer.

Seit dem Umzug stehen alle nötigen Möbel drin, es ist wohnlich und ordentlich, aber irgendwas fehlte mir immer. Um eine Hintergrundfläche für wechselnde Farbvorlieben zu haben, ist alles, mal abgesehen von einigen Möbeln, weiß.
Die Vorhänge, die Tagesdecke, das Bett und diverse Möbelstücke, alles weiß.
Mein aktueller Hang zu minimalistisch eingerichteten Wohnungen hat mich quasi gezwungen alles außer dem Unabdingbaren aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Das ist schlicht, nüchtern, aber auch ziemlich leer und kahl.

Aber so richtig wohl habe ich mich nicht damit gefühlt.
Die Möbel, die ich habe, eigenen sich nicht für minimalistische Einrichtungen, sie sind zu alt, zu rund geformt und zu wenig klar und streng.
Vielleicht sieht minimalistisches auch nur gut auf Fotos aus? Vielleicht passt es auch einfach nicht zu meinem Innenleben, vielleicht ist einfach zu streng und zu nüchtern, zu rational?

Nun alles für einen minimalistischen Stil neu zu kaufen ist keine Option, vor allem, weil ich meine Möbel ja innigst liebe!
Mein Schreibtisch ist mehrere Jahrhunderte alt, mein Schrank ein altes Jugenstilstück und meine Kommode habe ich höchstpersönlich vom Sperrmüll weggeschleppt. Ich mag diese Stücke, sie sind schon so oft mit mir umgezogen und gehören einfach zu mir.

Ich habe dann stundenlang rumgepuzzelt, überlegt, Einrichtungsseiten gewälzt, Konzepte entworfen usw. um irgendwie eine stimmige Linie ins Schlafzimmer zu bekommen.
Bis ich fest gestellt habe: Das Schlafzimmer lebt durch das, was da bisher drin steht.
Es bringt nichts, da jetzt künstlich etwas reinzuzwingen, was gar nicht passt.
Meinen strengeren, reduzierteren Tick kann ich gut im Wohnzimmer ausleben, da passt das wunderbar.

Heute morgen bin ich dann aufgewacht, mit der Idee das ganze intuitiver anzugehen und das zu benutzen, was ich habe.
Also wurden alle Bilder wieder aus dem Keller geholt (bisher waren hier alle Wände nackt!), meine Stoffvorräte durchwühlt und so lange zusammengesucht und kombiniert bis es passte.

Jetzt ist es wieder ein bisschen, wie in allen unseren Wohnungen. Gemischt, eklektisch und organisch.
Geplante Konzepte scheinen wirklich nur zu einem gewissen Teil zu funktionieren, sonst wirkt es, zu mindest bei mir, seelenlos und kühl.
Besser ist es dann doch, der Intuition und dem eigenen Geschmack zu vertrauen und einfach rumzupuzzeln, bis es sich gut anfühlt.

Prelude

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