Meine Mumifizierungsaktion in der 5.Klasse ist bisher nichts geworden. Letzte Woche hatte ich eine gesundheitsbedingte Zwangspause, deswegen ist der Unterricht ausgefallen. Die selbstgemachte Knete steht immer noch m Lehrerzimmer luftdicht verpackt an meinem Platz und sie ist immer noch geschmeidig. Tolles Zeug, wirklich! Ich hoffe wir kommen morgen dann dazu, zuerst steht aber noch ein Rest aus der letzten Stunde an. Heute musste ich spontan die Quartalsnoten für meine Schüler eintragen. Da ich nur drei Tage die Woche in der Schule bin, hat mir natürlich niemand Bescheid gesagt. Das war alles etwas stressig, weil das so plötzlich kam. Und dann hatte ich auch noch große Abweichungen zu den Vornoten aus dem letzten Halbjahr meiner 5.Klasse. Der Lehrer damals war etwa drei Wochen lang da und dann dauerkrank. Für ein hübsches Heft aber keinerlei Beteiligung oder Aufmerksamkeit für den Unterricht hat er eine Zwei vergeben. Sowas finde ich nicht gut, Gesellschaftslehre ist ein mündliches Fach, da muss vor allem Beteiligung kommen. Ein gutes Heft kann dann sicher noch was verändern, aber definitiv nicht die alleinige Notengrundlage sein. Deswegen gab es dann noch Stress mit der Abteilungsleitung, aber meine Noten sind so geblieben. Mit Konferenzen, Wocheneinkauf etc. war ich dann um acht zuhause. Jetzt esse ich noch was und dann geht es ins Bett. Die Examensarbeit hängt etwas in der Luft, ich hoffe Mittwoch an meinem freien Tag einiges zu schaffen.
großstadtnomadin - 14. Apr, 20:45
Die Hälfte der Examensarbeit ist fertig.
Heute habe ich elf Seiten geschrieben und jetzt tanzen alle Buchstaben auf dem Bildschirm vor meinen Augen. So ein Uralt-Monitor ist schon wunderbar! Außerdem habe ich heute mit Herrn S. Knete für meine 5.Klasse hergestellt. Daraus sollen die dann morgen Mumien basteln, diese mit schmalgeschnittenen Mullbinden mumifizieren und sie dann in selbstgebastelten Sarkophagen zur Ruhe betten. :-) Bin mal gespannt, ob das was wird. Das Kneterezept hat jedenfalls erstaunlicherweise gut funktioniert. Nicht, dass ich davon überzeugt war, aber ich wollte es erst mal ausprobieren, bevor ich Knete für 30 Kinder kaufe. Und siehe da, aus Alaun, Wasser, Mehl, Öl und Salz kann man ganz fabulöse Knete mixen!
Ich zähle die Tage bis zur Abgabe, die Schule macht im Moment zwar Spaß (ich bin doch tatsächlich gelassener und entspannter geworden und habe abends nach einem vollen Schultag sogar noch eine Stimme! ;-)) aber zusammen mit dem ständigen Druck der Examenarbeit lutscht mich das völlig aus. Wahrscheinlich falle ich Ende April nach der Abgabe einfach tot um. ;-) Super finde ich aber, dass mein Körper ein echter Kumpel ist. Mich hat noch keine Grippe erwischt, ich stehe auch nach Nächten ohne Schlaf wach und funktionierend im Klassenzimmer und jeder Erkältungsanflug verschwindet relativ schnell wieder. Körperlich so gut in Form war ich in dieser Hinsicht mein ganzes Studium nicht, komisch. Vielleicht weiß da irgendwas in mir, dass Krankwerden, ein paar Tage ausfallen oder Scheitern keine Option ist. Gott gebe, dass das bis Ende März so weiter funktioniert!
Und: Meine Trainingsklasse war im Fernsehen! Leider gibt es den Bericht nicht online, aber wenn jemand Interesse hat, kann ich euch gerne die völlig unspektakuläre Zusammenfassung auf der Seite des Senders schicken. ;-)
großstadtnomadin - 6. Apr, 23:29
Ich würde so gern mal wieder über etwas anderes schreiben, als über Lernstress, Examen und Schule, aber hier gibt es zurzeit wirklich nichts anderes. Heute ist mir aufgefallen, dass es bis zum von mir vorgezogenen Abgabetermin meiner Staatsarbeit nur ein Monat ist. Vorgezogen deshalb, weil die Korrektoren, die Arbeit wohl nicht in 1 1/2 Monaten fertig bekommen und ich sonst die Nachreichfrist für die Zeugnisse für das Referendariat nicht schaffe. Geschrieben habe ich bisher zwei Seiten. Wie ich das hinbekommen werde, ist mir noch schleierhaft, aber es geht wohl nicht anders. Blöd ist nur, dass Montag die Schule wieder beginnt und mir dann pro Woche exakt drei völlig freie Tage zum Schreiben bleiben. Macht insgesamt 12 Tage zum freien Schreiben, was ich nach Schulschluss an den übrigen Tagen schaffe, schätze ich minimal ein. Vorgegeben sind eigentlich drei Monate, aber die habe ich nicht (mehr). Wenn ich das so lese wird mir selbst ganz schlecht, wie bitte soll das gehen? Aber es muss, irgendwie.
Dann habe ich heute erfahren, dass ich doch noch für mein letztes Semester Studiengebühren zahlen muss, obwohl ich ja nichts mehr in Anspruch nehme und in diesem, ab April beginnenden, Semester nur noch eine Prüfung habe.
Ade, du schönes Vertretungslehrerinnengehalt. :(
Das darf ich jetzt an die Uni überweisen.
Donnerstag ist die letzte Klausur, dafür habe ich heute den ganzen Tag gelernt. Jetzt mache ich uns glaube ich als Seelentröster
Zimtnudeln, dann versuche ich meine 2 Seiten Examensarbeit etwas zu erweitern.
großstadtnomadin - 25. Mär, 17:36
..tatsächlich eine meiner Lieblingskarten ist:
Gefunden habe ich's bei
Esme.

You are The Star
Hope, expectation, Bright promises.
The Star is one of the great cards of faith, dreams realised
The Star is a card that looks to the future. It does not predict any immediate or powerful change, but it does predict hope and healing. This card suggests clarity of vision, spiritual insight. And, most importantly, that unexpected help will be coming, with water to quench your thirst, with a guiding light to the future. They might say you're a dreamer, but you're not the only one.
What Tarot Card are You?
Take the Test to Find Out.
großstadtnomadin - 23. Mär, 16:22
Manchmal zieht sich die Zeit wie Kaugummi.
Tagelanges Lernen ist öde. Ich mache zwischendurch das Fenster auf, genieße die frische Luft und die Sonne, die hier so wunderbar hell ins Zimmer fällt.
Aber ich merke doch:
So langsam habe ich genug von all der Theorie.
Spannend ist sie allemal, aber nur Lernen ermüdet mich. Ich freue mich, wenn die Klausuren um sind und ich endlich an der Staatsarbeit weiterschreiben kann.
großstadtnomadin - 17. Mär, 22:51
1. Wie hieß deine erste/r Freund/in bzw. Spielkammerrad/in? Hast du heute noch Kontakt zu ihr/ihm?
Marcus, der bei uns um die Ecke wohnte. Wir waren bis zur Grundschule unzertrennlich. Heute ist unser Kontakt sehr lose, wir sehen uns ab und zu mal, aber so viel Gesprächsstoff gibt es da nicht mehr.
2. Was war dein Lieblingsspielzeug oder womit hast du am häufigsten gespielt?
Die Verkleidungskiste.
Wir hatten eine Riesenkiste mit alten Hippiesachen, Tüchern, Hüten und Gürteln von meiner Mutter. Damit haben wir eigentlich jeden Nachmittag gespielt.
3. Welches war dein Lieblingsmärchen?
Die kleine Seejungfrau.
Da kann ich immer noch bei weinen. Ich mag diese melancholisch-schwermütigen Andersenmärchen.
4. Kannst du dich noch an dein Lieblingskinderbuch erinnern?
Ich hab so viel gelesen, das ist schwierig. Ich mochte „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren sehr, „Tico“ von Leo Lionni (ist aber eher ein Bilderbuch) und in der Frühpubertät dann die „Bertkatastrophen“.
5. Welches dein Kinderlied mochtest du am liebsten?
Kinderlieder wurden bei uns nicht so wirklich gesungen. Aber ich hatte die „Anne Kaffeekanne“-Kassette von Frederick Vahle. Da habe ich besonders „Schlaf Anne“ von geliebt. Das war mein liebstes Schlaflied.
6. Was waren deine Lieblingskindersendungen?
Die alte „Rote Zora“-Serie und natürlich „Es war einmal das Leben“ bzw. die Geschichts-Auskopplungen davon.
7. Gab es Hörspiele die du besonders mochtest?
Ich fand Hörspiele oft gruselig (keine Ahnung warum) Es gab von Janosch eines „Der alte Mann und der Bär“, das habe ich sehr geliebt. Vor ein paar Jahren habe ich es mir mal gekauft
und die halbe Nacht geheult. Das ist so traurig, aber eben wunderschön.
8. Hattest du als Kind ein Haustier?
Nein, meine Eltern wollten das nicht . Als ich ca. 11 war haben wir dann aber so lange Theater gemacht bis wir eine Katze aus dem Tierheim geholt haben. Leider war die ziemlich scheu und kaputtgemacht.
9. Hast du eine Gruppe (Kinderchor, Jungschar etc.) besucht?
Ja, nach der Konfirmandengruppe eine sich daraus ergebene Jugendgruppe. Später in der Pubertät dann einen wöchentlichen Rollenspieltreff.
10. Bist du ins Kinderturnen gegangen oder hast sonst eine Sportart gemacht?
Ja, ich bin geschwommen und hatte parallel dazu eine Turngruppe. Das Schwimmen hätte ich im Rahmen von Leistungsförderung fortsetzen könne, das hat aber nicht mit meinen Schulzeiten gepasst.
11. Welchen Berufswunsch hattest zu als Kind?
Lehrerin, Meeresbiologin, Forscherin. In der Pubertät dann Psychologin oder Hebamme. Alles immer noch tolle und interessante Berufe, finde ich.
großstadtnomadin - 3. Mär, 17:14
Unser altes Auto hat nach 15 Jahren treuen Diensten das Zeitliche gesegnet. Die letzten Fahrten waren wirklich ein Albtraum. An der Ampel hat es eine halbe Minute gedauert bis er anfuhr und die Gänge musste man endlos ausfahren, damit sich die Tachonadel überhaupt bewegte. Vor der Arbeitsbeginn lief er auch schon holprig, besonders bei feuchtem Wetter oder wenn es kalt war. Aber die tägliche Fahrt von 20km hat ihm dann den Rest gegeben.
Nach langem Hin und Her (mein Vater macht aus dem Autokauf eine Wissenschaft und hat fast alle Autohäuser der Umgebung aufgesucht) haben wir jetzt endlich einen neuen Wagen, einen blitzeblauen Fiat Grande Punto. Sehr hübsch, sehr komfortabel und so schnell! Ich bin ganz erschüttert;
man kann auf der Autobahn auf dem Verzögerungsstreifen problemlos ohne Haken und Gewaltanwendung runterschalten, auch am Berg zieht er richtig an, es gibt Intervallscheibenwischer, der Rückwärtsgang klemmt nicht und mir frieren auf langen Fahrten nicht die Füße ab.
Aber trotzdem fehlt mir unser alter Wagen. Er war nicht nur ein fahrbarer Untersatz, sondern wirklich etwas mit Seele. Jetzt mussten wir uns voneinander verabschieden und er wartet auf sein Ende in der Schrottpresse. *seufz*
Und das neue Auto ist noch so unbeseelt und leer. Mir fehlen fast die Macken des alten Autos...
großstadtnomadin - 2. Mär, 17:29
Im Moment läuft hier alles durcheinander. Die Schule stresst nur, inzwischen sind zwei Schüler aus der Trainingsklasse für zwei Wochen vom Unterricht ausgeschlossen, so sehr ticken die regelmäßig aus. Ich kann hier gar nicht erzählen, was da teilweise los ist. Praxisschock pur sozusagen oder "Bootcamp für Lehrer", wie es ein Kollege so treffend ausdrückte. Im Moment funktioniere ich, damit ich alles irgendwie auf die Kette kriege. Die Arbeit mit den 5er-Zwergen ist immer noch toll, die reguläre 9 hat zu meiner Entlastung jetzt erst mal Betriebspraktikum. Aber die Trainingsklasse bringt mich echt hart an meine Grenzen. In Kombination mit Schlafmangel und Examenstress zehren die wirklich an meiner Substanz. Aber ich halte mehr aus, als ich je gedacht hätte. :-)
Morgen gönne ich mir eine Auszeit, um mal was anderes zu machen und irgendwie wieder runter zu kommen.
Zu alledem ist unser Auto kaputt gegangen. Die 15km in die Schulstadt viermal die Woche haben ihm wohl übel zugesetzt, jetzt ist er nach 15 Jahren wohl endgültig platt. Ich bin richtig sentimental.
Daher hatten wir jetzt auch noch den Stress schnell an ein neues, taugliches Auto zu kommen, das finanzierbar ist und nicht nach einem halben Jahr auseinander fällt. Glücklicherweise hat mein Vater, der besser handeln kann als jeder arabische Bazarhändler, uns ein Superangebot rausgesucht, das wir wohl nehmen werden. Montag machen wir das klar.
Ich gehe jetzt jedenfalls schnurstracks ins Bett.
großstadtnomadin - 22. Feb, 22:21