... sind mir die unliebsten. Aus unerfindlichen Gründen schlafe ich da nie. Dementsprechend bin ich heute auch wirklich, wirklich müde. Gestern habe ich den ganzen Abend noch eine Holzkommode und einen Spiegel lackiert, morgen mache ich dann die letzte abschließende Schicht auf beiden Stücken. Herr S. war so nett und hat mir die weitere Schleiferei an dem Stuhl abgenommen, allerdings fehlt uns immer noch der Schleifaufsatz für die schmalen Spalten und Fugen. Das permanente Arbeiten mit der 6 kg Bohrmaschine hat mich echt geschlaucht. Dafür lackiere ich jetzt eben alles andere, das ist wesentlich entspannender und macht wirklich Spaß. Am heutigen Abend mache ich aber nichts mehr außer der lästigen Bügelwäsche und dem Abendessen. Die Schule war heute ziemlich anstrengend und ich bin einfach todmüde.
Nach der Schufterei gestern habe ich mir endlich mal wieder ein Bad gegönnt mit intensiv nach Weihrauch
duftendem Badezusatz.
Ich habe noch eine andere Sprudeltablette dieser Firma im Bad liegen, die duftet ebenfalls wundervoll. Im Gegensatz zu dem Standartkram von Kneipp und Tetesept gibt es von
Dresdner Essenz ungewöhnliche und sehr intensive Düfte. Die Sachen sind zwar nicht spottbillig, liegen aber in einer Preisklasse mit den üblichen Badezusätzen und lohnen sich im Gegensatz zu diesen wirklich.
Inzwischen ist auch der Mietvertrag angekommen und so steht es nun fest, dass wir irgendwann Ende Juni bzw. Anfang Juli wieder umziehen werden. Ich habe ehrlich gesagt wenig Lust auf die Plackerei, aber hier geht es echt nicht mehr. Und die neue Wohnung hat einen Balkon und einen (total verwilderten) Garten, den wir alleine (!) nutzen können. Ich freue mich sehr, bin aber irgendwie auch zu kaputt um mich im Moment ausführlicher damit zu befassen. Ich hoffe wirklich sehr, dass wir dort wenigstens mal für ein paar Jahre wurzeln schlagen können. Meine Freunde empfahlen mir jedenfalls nach der Verkündigung der frohen Umzugsbotschaft den direkten Umzug in einen Wohnwagen. ;-)
großstadtnomadin - 19. Mai, 20:14
Heute habe ich stundenlang Stühle abgeschliffen. Meine Eltern haben mir mal sehr bequeme Stühle überlassen, die sie von Nachbarn geschenknt bekamen, die aber leider einen schrecklichen Stilmöbel-Touch haben. So glänzend kirschholzfarben lackiertes Holz und grüne Brokatbezüge. Bisher habe ich die in meiner Küche plaziert, wo ihre Wirkung durch den Rest der Einrichtung etwas ironisiert wurde. Aber in der neuen Wohnung passt das nicht mehr ins Konzept. Trotzdem möchte ich sie aber nicht weggeben, weil sie wirkich total bequem sind (perfekt für achtstündige, nächtliche Rollenspielsessions ;-)) und ich auch kein Geld für neue Stühle habe. Also habe ich beschlossen sie abzuschleifen und neu zu bespannen. Mit dem Abschleifen habe ich heute begonnen. Nach zwei Stunden mit dem Schmirgelpapier ist mir der Arm fast abgefallen und ich bin auf die glorreiche Idee gekommen, dass es doch sicher Schleifaufsätze für die Bohrmaschine gibt... Im Baumarkt gab es das dann auch und so konnte ich mir weitere Muskelkrämpfe ersparen. Fertig bin ich aber noch lange nicht. Morgen versuche ich den ersten Stuhl komplett abzuschleifen, allerdings fehlt mir noch so ein Schleifteil für die ganz schmalen Fugen, das muss ich Montag erst besorgen. Dann muss ich überlegen wie ich die Sitzflächen bespanne. Ich dachte an das unbehandelte, nur geölte Holz mit weißen Sitzflächen. Mal sehen wie das aussieht...
Und dann habe ich noch was ganz tolles gefunden! Eine
englische Künstlerin macht aus Backformen, Gläsern und sonstigem Küchenkram fabelhafte Kronleuchter. Ich muss unbedingt so ein Teil für das Schlafzimmer haben, auch wenn das meine momentane Vorliebe für minimalistische und schlichtere Interieurs ziemlich torpediert. Wie ich das bauen soll, weiß ich allerdings noch nicht...
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großstadtnomadin - 17. Mai, 21:59
Bei Flickr bin ich auf eine Reihe toller Arrangements und Zusammenstellungen von natürlichen Materialen gestoßen. Naturkunst eben.
Ich finde das ist auch eine wunderschöne Inspiration für Rituale.

Von
streuwerk

Von
Piperkinsvater
großstadtnomadin - 12. Mai, 01:06
Gestern habe ich noch sehr spät einen sehr empfehlenswerten Film gesehen:
Earthlings. In dieser Dokumentation geht es um das Verhältnis des Menschen zum Tier und zu seiner Umwelt. Selbst wenn man Vegetarismus etc. für Quatsch hält, sollte man sich diesen Film ansehen. Die gezeigten Bilder sind nicht immer topaktuell und beziehen sich häufig auf die USA, aber in Europa ist es nicht wirklich anders. Die Doku ist sauber gemacht und argumentiert schlüssig (wenn auch für Außenstehende vielleicht schockierend). Ich kann den Film wirklich nur jedem ans Herz legen.
großstadtnomadin - 11. Mai, 15:59
Meine Schulwoche ist heute um und dankenswerterweise habe ich bis einschließlich Dienstag nun frei. Aus meiner spontanen Idee übers Wochenende ans Meer zu fahren wird wohl nichts, Herr S. hat Ende Mai Schlag auf Schlag seinen letzten zwei Prüfungen und braucht daher Lernzeit. Nachdem ich aber heute auf dem Rückweg von der Schule die Staumeldungen gehört habe, bin ich fast gar nicht mehr traurig. ;-) Insgesamt wird es wohl trotzdem ein entspanntes Wochenende. Wir spielen 7te See, ich werde endlich mal wieder nähen und Montag steht Muttertags-Kaffeetrinken bei meiner Mutter an und danach grillen wir bei Freunden. Außerdem muss ich einiges korrigieren. Die Schulwoche war schön aber anstrengend. Meine Trainingsklasse wurde aufgelöst und die Schüler sind zurück in ihre alten Klassen gekommen. Da gab es einige sehr rührende und schöne Momente. Es ist schon seltsam wie sehr die mir in den drei Monaten ans Herz gewachsen sind, obwohl sie mich phasenweise wirklich an meine Grenzen gebracht haben. Meine 5er waren wetterbedingt ätzend, aber die Mumien waren natürlich der Hit in Tüten. :-) Alle wollten unbedingt das Rezept für die selbstgemachte Knete haben und haben am Ende der Stunde den übrig gebliebenen Rest meiner mitgebrachten Knete mit Tinte blau eingefärbt. Hinterher sahen alle aus wie kleine blaue Ferkel, aber ich muss deren Klamotten ja gottseidank nicht waschen...
In der 9. habe ich heute die Französische Revolution mit einem Test abgeschlossen. Ich bin mal gespannt, wie der ausgefallen ist, reingeguckt habe ich noch nicht. Jetzt gehe ich für das Wochenende einkaufen und erledige mal den lange überfälligen Hausputz.
Und, eh ich vergesse: Wir habe eine neue Wohnung. Inzwischen erklären uns zwar alle für verrückt, aber selbst meine Eltern verstehen, dass der Gestank von unten nicht auszuhalten ist. Mehr davon aber, wenn ich mehr Zeit habe. :-)
großstadtnomadin - 9. Mai, 15:18
Apartment Therapy, eine Art amerikanischer EInrichtungs-Selbsthilfegruppe, hat einen
Small Cool Contest gestartet, also einen Wettbewerb für die tollste "kleine" Wohnung. "Klein" geht bei denen bis knapp 70m². Ich bin zwar nicht so ein "Contest"-Fan, aber teilweise waren da ganz hübsche Sachen und Ideen dabei.
Hier sind ein paar, die Links unter den Bildern führen zu weitern Bildern der Wohnungen:
400sf in Chelsae, New York City
744sf in Los Angeles
557sf in Columbus ,Ohio
großstadtnomadin - 3. Mai, 12:44
Ich bin fertig.
Im Grunde. ;-)
Morgen noch das Fazit (dafür habe ich nur noch zwei Seiten), dann das Literaturverzeichnis, Deckblatt drauf und ab die Post, um den Quark binden zu lassen. Juhu!
Vielen Dank für eure lieben Durchhaltewünsche, die Motivationsgrüße und die Kraftlinge! So ganz ohne Quatsch, das hat mich oftmals wirklich aufgebaut! Schon toll, was so ein paar Kommentatorinnen hinkriegen! :)
großstadtnomadin - 2. Mai, 23:54
...ist Ärger mit den Nachbarn. Unser Haus ist Bestandteil alter Kruppsiedlungen, die eine sehr gemischte Mieterschaft aufweisen. Hier im Haus sind vier Wohnungen, alle um die 70m². Die Wohnungen sind wirklich schön, aber eben dank des Altbaus sehr schlecht isoliert. Alle unteren Wohnungen (wir sind im Dachgeschoss) haben alte doppelflüglige Holztüren mit Glaseinsätzen, die ebenfalls schlecht isoliert sind. Denen gegenüber sind direkt die Küchen der Wohnungen. Unter uns wohnen zwei Typen, die ich von der Uni kenne. Der Hausflur ist total chaotisch und siffig, geputzt haben die ihren Teil noch nie. Beide sind echte Messis, haben bevor wir einzogen ihren Mist bis vor unsere Wohnungstür ausgedehnt. Jetzt kommt das echte Problem: Die beiden kochen jeden Abend irgendein wirklich stinkendes Zeug. Es riecht permanent im ganzen Flur nach altem Fett und zwar, so dass jedem den Atem verschlägt. Die beiden selbst merken das gar nicht, ich hab sie schon mal dezent darauf angesprochen. Da wir direkt unterm Dach sind, zieht der ganze Mief hoch zu uns (Wärme und sowas steigt ja noch oben) und durch unsere schlecht isolierte Tür bis in die Wohnung. Meine ganzen Sachen, selbst in den Schränken, stinken inzwischen nach dem "Essen" meiner Nachbarn! Also habe ich so blöde Duftstecker gekauft und vor allem das Fenster im Flur permanent geöffnet. Jetzt ist es immer noch die Nachbarn. Das Haus kühlt durch das Fenster natürlich aus und gerade, wenn der Sommer vorbei ist würden dann ja auch die Heizkosten dadurch steigen... Das verstehe ich alles, aber, beim besten Willen, dieser Gestank ist unerträglich! Nur: Ich kann denen das stinkige Kochen mit uraltem Fett ja nicht verbieten! De Küchentür beim Kochen zu schließen habe ich schon angesprochen, das machen sie schon, es bringt aber wegen der schlechten Isolierung nichts. Jetzt sitze ich hier mit einer wunderschönen Wohnung, in der wir gerade mal eine halbes Jahr wohnen, in der es aber spätestens wenn der Sommer vorbei ist (dann muss ich das Fenster definitiv zu machen), permanent stinken wird. So schlimm (und das ist keine Übertreibung), dass mir übel davon wird. Mit dem Vermieter reden wird wohl auch nichts bringen, die kümmern sich hier um nichts und "Gestank" ist ja auch nichts Sichtbares...
Ich hab die Nase sprichwörtlich voll und keine Ahnung, was wir jetzt tun sollen...
großstadtnomadin - 29. Apr, 20:20